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Wheelmap Texte & Zitate

Sie möchten über Wheelmap berichten? Hier finden Sie neben Zahlen, Daten und Fakten auch Zitate vom Wheelmap-Erfinder und Aktivisten Raúl Krauthausen.

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Über Menschen mit Behinderung berichten

Über das Sozialhelden-Projekt Leidmedien.de geben wir praktische Tipps für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung. So vermeiden Sie, dass Sie Rollstuhlfahrer*innen aus Versehen “an den Rollstuhl fesseln”.

Letzte Pressemeldung

“Elevate” – Bundesweit Informationen zu Aufzugsstörungen auf der Online-Karte Wheelmap verfügbar

“Elevate” – Bundesweit Informationen zu Aufzugsstörungen auf der Online-Karte Wheelmap verfügbar

Der Sozialhelden e.V. arbeitet bundesweit mit Verkehrsbetreibern zusammen, um Informationen zu Aufzugsstörungen zu sammeln und diese einheitlich auf Webseiten darzustellen. Neben den Berliner Verkehrsbetrieben sind auch die ÖPNV-Verbünde aus der Region Rhein-Ruhr (VRR) und Hamburg (HVV) dabei. Für ältere Aufzüge wurde ein Sensor entwickelt, der die Informationen zu Störungen überträgt.

Ein Kartenaussschnitt zeigt die rot markierten Aufzüge und Fahrtreppen für den Bahnhofsbereich Frankfurt am Main auf der Online-Karte Wheelmap.org.

Berlin. Ob ein Aufzug im öffentlichen Nahverkehr funktioniert oder nicht wird seit Kurzem für einige deutsche Städte in Echtzeit auf Wheelmap.org, der Online-Karte für rollstuhlgerechte Orte, angezeigt. Der Berliner Sozialhelden e.V. führt damit erfolgreich das Projekt Elevate durch, das die Mobilität im Alltag von Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder schwerem Gepäck bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel verbessern soll.

Was ist, wenn ein Aufzug an einer Station, Haltestelle oder einem Bahnhof des öffentlichen Personennah- und fernverkehrs ausfällt? Vor allem Menschen, die im Alltag einen Rollstuhl nutzen, sind davon betroffen, dass Informationen zu dieser Frage bisher nicht in einem einheitlichen und übersichtlichen Standard überall und flächendeckend verfügbar sind. Mit dem Projekt Elevate (www.projekt-elevate.de) haben sich die Berliner Sozialhelden daher dem Ziel gewidmet, die technischen Voraussetzungen für einen bundesweiten Informationsservice für Aufzugsstörungen zu schaffen.

Wie die Zusammenführung der Daten praktisch aussieht, kann seit Kurzem auf der Online-Karte Wheelmap betrachtet werden. Auf www.wheelmap.org/beta wurde der Echtzeit-Status der Aufzüge in den Bahnhöfen für Berlin, Hamburg und Köln in die Kartenanwendung integriert. Zusätzlich zur Datenbasis der Deutschen Bahn werden 2.959 Aufzüge auf der Karte dargestellt. Davon sind aktuell 403 außer Betrieb (Stand: 28.06.2018).

Projekt Elevate: technische Schnittstelle und Digitalisierung von Aufzügen

“Bei der Entwicklung eines gemeinsamen Datenstandards stießen wir auf verschiedene Herausforderungen. Teils fehlten den Daten die genauen Geo-Koordinaten, um sie an dem exakten Standort in einem Bahnhof anzeigen zu können, andererseits waren die Formate sehr unterschiedlich und enthielten eine Fülle von Informationen, die wir entweder reduzieren oder weiter anreichern mussten, damit sie schließlich für die universelle Verwendung brauchbar und verständlich werden”, fasst Sebastian Felix Zappe, Software-Entwickler aus dem Projekt Elevate, die Entwicklung des entstandenen Datenstandards zusammen.

Neben der technischen Schnittstelle und Infrastruktur erarbeiteten die Sozialhelden im Projekt Elevate außerdem eine Lösung für die Aufzüge, die noch nicht digitalisiert sind, d.h. deren Daten über den Betriebsstatus noch nicht automatisch erfasst werden: In Zusammenarbeit mit dem Aufzughersteller Schindler und Experten von ubirch entstand ein Sensor, mit dem Aufzüge einfach und kostengünstig nachgerüstet und damit digitalisiert werden können.

Das Ziel all dieser Entwicklungen in Projekt Elevate ist letztlich, dass Reisenden bundesweit in naher Zukunft schon im Vorfeld angezeigt werden kann, ob der Aufzug, den sie benutzen wollen, einsatzfähig ist oder nicht. Zudem können diese Informationen Einzug finden in gängige Routingdienste und Reiseauskünfte auf den Plattformen aller Verkehrsbetreiber. Dazu bietet Sozialhelden e.V. eine technische Schnittstelle (API) an. Auch Familien mit Kinderwagen, Fahrradfahrerinnen oder Fahrgäste mit schwerem Gepäck sollen von einem solchen Informationsdienst in der Reisekette des öffentlichen Nahverkehrs profitieren.

Das Projekt wird durch den mFUND des Bundesministeriums für Verkehr und Digitaler Infrastruktur (BMVI) gefördert.

Über den mFUND

Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um digitale datenbasierte Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD. Weitere Information finden Sie unter www.mfund.de.

Über die Sozialhelden

Die Sozialhelden sind eine Gruppe von Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Innovative Ideen und eine gute Portion Humor haben sich dabei als erfolgreich erwiesen: Das Berliner Team wurde unter anderem mit dem Deutschen Engagementpreis, dem Deutschen Bürgerpreis, dem World Summit Award, dem Smart Accessibility Award und dem Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Mehr Informationen zu den Projekten der Sozialhelden gibt es unter: www.sozialhelden.de Informationen zum Projekt Elevate sind zu finden unter: www.projekt-elevate.de

Pressekontakt

Sozialhelden e.V.
Jonas Deister
Projektleiter Elevate
E-Mail: jonas@sozialhelden.de
Tel.: 030-24301-1912

Foto: Sozialhelden e.V. | Screenshot Wheelmap.org/beta, 2018

­­­­Wheelmap.org zeigt Behinderten-Parkplätze von Parkopedia an

­­­­Wheelmap.org zeigt Behinderten-Parkplätze von Parkopedia an

Ab sofort sind auf Wheelmap.org, der Online-Karte für rolllstuhlgerechte Orte, die Behinderten-Parkplätze von Parkopedia zu sehen. Über 60.000 Einträge allein zu Parkplätzen kommen damit hinzu. Künftig sollen noch mehr externe Datenquellen integriert werden.

Ausgewiesene Behindertenparkplätze am Bahnhof Attnang-Puchheim

In der Mobilität im Straßenverkehr ist es für Menschen mit Behinderung wichtig zu wissen, wo man das Auto auf einem Behinderten-Parkplatz mit einem entsprechenden Ausweis abstellen kann. Diese Informationen werden von Parkopedia.com bereitgestellt: Sie wertet die Wheelmap mit über 60.000 Einträgen zum rollstuhlgerechten Parken auf.

So kann man nun auf der Detailseite zu einem öffentlich zugänglichen Ort, z.B. einem Café, einem Restaurant, einem Museum oder einem Veranstaltungszentrum sehen, ob sich Parkmöglichkeiten in weniger als 500 Meter Entfernung befinden. Mit Klick auf den Link zu Parkopedia erhalten Nutzer dann weitere Informationen auf der Kartenansicht von Parkopedia selbst.

Die Parkopedia-Daten sind vorerst nur auf der Karte von Wheelmap.org sichtbar, nicht in den mobilen Apps. Die Website ist aber für mobile Geräte optimiert so dass sie einfach im Browser des Handys aufgerufen werden kann. Geplant ist, dass die Einträge quartalsweise aktualisiert werden sollen.

Aufwertung der Wheelmap durch Parkplatzinformationen

Das 2007 gegründete Parkopedia ist der weltweit führende Anbieter digitaler Parkdienste. Parkopedias daten werden u.a. von Audi, BMW, Daimler, Ford, Toyota, Volvo und VW genutzt, aber auch von Apple-Maps, Garmin, Here, TomTom, uvm.

Die Berliner Sozialhelden, die die Wheelmap betreiben, sehen einen großen Mehrwert in der Partnerschaft:„Mit Parkopedia haben wir eine wichtige zusätzliche Datenquelle für die Aufwertung der Parkplatzinformationen auf Wheelmap.org gewonnen. Sie werden auf der Karte mit angezeigt, sind aber von der OpenStreetMap unabhängige Datenpunkte. Der Vorteil ist, dass sich Parkopedia als Parkplatz-Experte auch selbst um die Aktualität und Qualität der Daten kümmert”, erklärt Produktmanager Holger Dieterich.

„Parkopedia unterstützt diese wichtige Initiative der Sozialhelden gern, um Rollstuhlfahrern und auch anderen mobilitätseingeschränkten Menschen die Teilnahme am sozialen Leben zu vereinfachen“, sagt Hans-Hendrik Puvogel von Parkopedia.

Die Anzeige der Parkopedia-Daten zwischen anderen Datenquellen in der Ortsdetailansicht auf Wheelmap.org

Die Einträge, die seit 2010 auf der Wheelmap von vielen Tausend Nutzerinnen und Nutzern gemacht wurden, sind auf Grundlage der Daten der freien Weltkarte OpenstreetMap entstanden. Zukünftig wollen die Sozialhelden weitere Datenquellen aus anderen spezialisierten Communities und von weiteren Partnern in die Wheelmap-Ansicht integrieren. Denn mehr Informationen aus unterschiedlichen Quellen erhöhen die Zuverlässigkeit der Daten.

Bisher werden auf Wheelmap neben den OpenStreetMap-Einträgen noch Daten von der amerikanischen AXSMap, dem französischen Jaccede, dem tschechischen Vozejkmap, Foursquare und einigen Open-Data-Quellen angezeigt, die wie das Projekt Wheelmap Informationen zur Barrierefreiheit von Orten sammeln.

Möglich gemacht hat dies ein Daten-Austauschmodell, das die Sozialhelden in einem weiteren Projekt namens Accessibility Cloud entwickelt haben. Aus diesem Grund wird auch das Design der Wheelmap im Browser zurzeit erneuert. Zu sehen sind die Fortschritte bereits jetzt in der Beta-Version der neuen Wheelmap auf: www.wheelmap.org/beta

Über die Sozialhelden

Die Wheelmap ist das größte und bekannteste Projekt des Berliner Vereins Sozialhelden e.V. Die Sozialhelden sind eine Gruppe von Menschen, die seit 2004 gemeinsam kreative Projekte entwickeln, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen und sie im besten Fall zu beseitigen. Innovative Ideen und eine gute Portion Humor haben sich dabei als erfolgreich erwiesen: Das Berliner Team wurde unter anderem mit dem Deutschen Engagementpreis, dem Deutschen Bürgerpreis, dem World Summit Award und dem Smart Accessibility Award ausgezeichnet.

Mehr Informationen zu den Projekten der Sozialhelden gibt es unter: www.sozialhelden.de

Pressekontakt

Sozialhelden e.V.
Holger Dieterich
Mobil: 0178-1870577
holger@sozialhelden.de

Fotos: Linie29 (Own work) | CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Screenshot www.wheelmap.org

MapMyDay 2016 wirbt für “Tourismus für alle”

MapMyDay 2016 wirbt für “Tourismus für alle”

MapMyDay am 27. September – Menschen weltweit sind wieder eingeladen, Teil der internationalen Mapping-Bewegung zu sein, diesmal für mehr Barrierefreiheit im Tourismus.

Berlin. Am 27. September startet die weltweite Kampagne „MapMyDay“ in die zweite Runde. Das Ziel der diesjährigen Mapping-Aktion ist, Aufmerksamkeit für die Barrieren zu schaffen, denen Menschen mit Mobilitätseinschränkung begegnen, wenn sie auf Reisen oder im Urlaub sind.

Der Berliner Verein Sozialhelden e.V. und das European Network for Accessible Tourism rufen alle Menschen dazu auf, Orte in ihrer Nachbarschaft auf der Online-Karte Wheelmap.org zu bewerten – insbesondere die Orte, die für Gäste von auswärts attraktiv sind. Anlass für die weltweite Mapping-Aktion ist der Welttourismustag 2016.

Barrieren behindern auf Reisen umso mehr

Stufen, Treppen oder defekte Aufzüge – was für viele Menschen leicht zu überwinden ist, kann für Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Rollatoren oder auch Familien mit Kinderwagen eine unüberwindbare Hürde sein. Diese Barrieren behindern umso mehr die Menschen, die auf Reisen sind und die so in eine neue, unbekannte Umgebung kommen.

Schon bei der Planung des Urlaubs tauchen viele Fragen auf: Welches Hotel oder welche Ferienwohnung ist barrierefrei? Wo kann ich mit Rollstuhl Lebensmittel einkaufen? Wo ist die nächste rollstuhlgerechte Toilette, wenn ich unterwegs bin? Welche Sehenswürdigkeiten sind stufenlos zugänglich?

Wheelmap.org als Tool für die Urlaubsplanung

Für die Beantwortung dieser Fragen hat der Berliner Verein Sozialhelden e.V. eine Lösung gefunden und mit der Online-Karte „Wheelmap.org“ einen interaktiven Stadtplan entwickelt, auf dem alle sehen können, ob ein öffentlicher Ort für Rollstuhlfahrer*innen zugänglich ist oder nicht.

Die Karte funktioniert weltweit und kann damit wertvolle Informationen liefern für alle, die einen Urlaub in einem anderen Land oder einer anderen Stadt planen. In den letzten sechs Jahren haben Freiwillige weltweit fast 700.000 Orte markiert. Jeden Tag kommen rund 500 neue Markierungen hinzu.

“Tourismus für Alle”

Am 27. September starten die Sozialhelden mit der Kampagne „MapMyDay“ in die zweite Runde, um noch mehr Menschen darauf hinzuweisen, welche Probleme Stufen im Alltag verursachen und wie Barrieren die Mobilität auch auf Reisen einschränken.

Mit der Aktion unterstützen die Sozialhelden das Thema des diesjährigen Welttourismustags, der unter dem Motto “Tourismus für Alle” steht. Die “World Tourism Organization” der Vereinten Nationen (UNWTO) will damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Barrierefreiheit im Tourismus lenken.

“Lasst uns den Welttourismustag 2016 zum Anlass nehmen, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ALLE Menschen touristische Angebote wahrnehmen können sollten – und so in den Genuss unvergesslicher Reiseerlebnisse kommen”, erklärt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon den Schwerpunkt.

Bewusstsein für mehr Barrierefreiheit im Tourismus

Die erste Kampagne des weltweiten Mapping-Events “MapMyDay” im Dezember war sehr erfolgreich verlaufen. Engagierte hatten in den drei Wochen vor Weihnachten mehr als 20.000 Orte auf Wheelmap.org markiert.

„Wir wollen mit dem Mapping-Aufruf zum 27. September an das tolle Ergebnis vom letzten Jahr anknüpfen und Leute weltweit motivieren, erneut Teil der Bewegung für mehr Barrierefreiheit zu werden“, erklärt Raúl Krauthausen, Gründer der Sozialhelden und Erfinder von Wheelmap.org.

“Freizeit und Reisen gehören zu den Bereichen im Leben, wo Freiheit und Selbstbestimmung in unserer Gesellschaft besonders deutlich zum Ausdruck kommen. Wir wollen den Welttourismustag zum Anlass nehmen, Bewusstsein für mehr Barrierefreiheit in der Tourismus-Branche zu schaffen, denn Menschen mit Mobilitätseinschränkung sind immer noch mit einem Mangel an barrierefreien Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Zielorten konfrontiert”, erläutert Krauthausen den Hintergrund der Kampagne.

Der Berliner Aktivist ist überzeugt: „Wenn jede einzelne Person, die ab dem 27. September mitmacht, nur einmal kurz darüber nachdenkt, ob das Lieblingscafé, die örtlichen Museen, die Kinos und Einkaufsmöglichkeiten rollstuhlgerecht sind, dann haben wir schon viel gewonnen!“

Das ENAT unterstützt #MapMyDay

Das “European Network for Accessible Tourism” (ENAT) unterstützt das internationale Mapping-Event und schließt sich dem öffentlichen Aufruf an: „In welchem Teil der Welt Sie sich gerade befinden mögen – Sie können mithelfen, indem Sie die zugänglichen Orte schnell und einfach mit der cleveren Wheelmap-App eintragen. Setzen Sie am Welttourismustag ein Zeichen für ein inklusives Zusammenleben und machen Sie Ihre touristischen Attraktionen und Angebote sichtbar. Wir zählen auf Sie”, sagt Ivor Ambrose, Geschäftsleiter von ENAT.

Die Sozialhelden hoffen, dass noch mehr Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Einzelpersonen mitmachen und die Leute in ihrem Netzwerk auf “MapMyDay” hinzuweisen. Partner und Teilnehmer*innen der Mapping-Aktion sind eingeladen, ihre eigenen Aufrufe und Erlebnisse in den Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #MapMyDay zu teilen.

PRESSEKONTAKT

Svenja Heinecke
Telefon: 030 – 24 30 11 912
svenja@sozialhelden.de

PRESSEMATERIAL

Fotos, Videos und Logos von MapMyDay finden Sie auf:
www.mapmyday.org/de/press

Pressemitteilung als PDF

#MapMyDay – Weltweite Bewegung mit interaktivem Stadtplan für mehr Barrierefreiheit

#MapMyDay – Weltweite Bewegung mit interaktivem Stadtplan für mehr Barrierefreiheit

Berlin. Am 3. Dezember startet die weltweite Kampagne “MapMyDay” für mehr Aufmerksamkeit auf Barrieren im Alltag. Der Berliner Verein Sozialhelden und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rufen Menschen dazu auf, Orte in ihrer Nachbarschaft auf der Online-Karte Wheelmap.org danach zu bewerten, ob sie rollstuhlgerecht sind oder nicht. Anlass ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung.

“Wie wichtig bestimmte Dinge sind, merkt man erst, wenn man sie nicht hat, obwohl man sie braucht. Barrierefreiheit ist sehr wichtig!” mit diesem Zitat unterstützt Musiker und Schauspieler Friedrich Liechtenstein (“Supergeil”) die internationale Kampagne “MapMyDay”. Denn was für viele Menschen leicht zu überwinden ist, kann für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder auch Familien mit Kinderwagen eine unüberwindbare Hürde sein. Stufen, Treppen oder defekte Aufzüge sind für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen tägliche Barrieren.

Für dieses Problem hat der Berliner Verein Sozialhelden e.V. eine Lösung gefunden und mit der Online-Karte “Wheelmap.org” einen interaktiven Stadtplan entwickelt, auf dem alle sehen können, ob ein öffentlicher Ort für Rollstuhlfahrer zugänglich ist oder nicht. In den letzten Jahren haben Freiwillige weltweit mehr als 600.000 Orte markiert und jeden Tag kommen rund 500 neue Markierungen hinzu.

Am 3. Dezember starten die Sozialhelden die Kampagne “MapMyDay”, um noch mehr Menschen auf die Probleme von Stufen im Alltag hinzuweisen. “Wir wollen Leute weltweit motivieren, Teil der Bewegung zu werden und sich für Barrierefreiheit zu engagieren”, erklärt Raúl Krauthausen, Gründer der Sozialhelden und Erfinder von Wheelmap.org die Kampagne. “Denn wenn jede einzelne Person, die ab dem 3.12 mitmacht, nur einmal kurz darüber nachdenkt, ob das Lieblingscafé oder der Bäcker um die Ecke rollstuhlgerecht ist, dann haben wir schon viel gewonnen.” ist Rollstuhlaktivist Krauthausen überzeugt.

Prominente Unterstützer

Schon vor dem Start der Kampagne ist das Interesse groß: “Wir werden von vielen Seiten unterstützt und freuen uns über sehr viel Zuspruch von Mapping-Begeisterten, Prominenten und Unternehmen im In- und Ausland!” erzählt Krauthausen. So unterstützen in Deutschland neben Liechtenstein unter anderem auch der DJ und Produzent Oliver Koletzki, EU-Kommissarin Marianne Thyssen, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Sänger Guildo Horn, Moderator Eckhart von Hirschhausen, Athletin Christiane Reppe und Aktivisten wie Erwin Aljukic, Martin Habacher und Benedikt Lika die Kampagne. International setzen sich der US-amerikanische Schriftsteller Andrew Solomon, das Model Danielle Sheypuk, der durch den Film “Ziemlich beste Freunde” bekannt gewordene Philippe Pozzo di Borgo und weitere Persönlichkeiten für “MapMyDay” ein.

Auch die Unternehmen wie ImmobilienScout24, Allianz, Facebook, Wall AG, Otto Bock, Lonely Planet, und Organisationen wie Aktion Mensch, das Auswärtige Amt, das “European Network for Accessible Tourism” (ENAT), Access Israel, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sind beim MapMyDay dabei.

Hashtag #MapMyDay

In den sozialen Netzwerken können alle TeilnehmerInnen mit dem Hashtag #MapMyDay ihre Erlebnisse teilen. “Wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Mapper an dem Tag sammeln, weil viele Menschen ohne Rollstuhl sich der Barrieren oft nicht bewusst sind. So haben uns Leute auf Twitter schon berichtet, dass die rollstuhlgerechte Toilette im Keller ist. Diese Kuriositäten wollen wir auch sammeln und über den Hashtag kommunizieren”, erklärt Svenja Heinecke aus dem Kampagnenleiterin von “MapMyDay”.

Wie lange die Kampagne laufen wird, machen die Sozialhelden abhängig von dem Interesse an der weltweiten Mapping-Bewegung. Svenja Heinecke: “Wir hoffen erstmal, dass zu den vorhandenen 600.000 Markierungen viele neue hinzukommen und werden dann entscheiden, wann “MapMyDay” vorbei ist.”

Pressematerial

Fotos, Videos und Logos von “MapMyDay” finden Sie auf www.mapmyday.org

Pressekontakt

SOZIALHELDEN e.V.
Andi Weiland
Mobil: +49 (0) 176 210 597 20
andi[at]sozialhelden[at]de

Andi Weiland
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

andi[at]sozialhelden[punkt]de
Mobil: 0176 – 210 597 20

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