Im September war das Team von Wheelmap.org in Toronto. Wir haben die Canadian Abilities Foundation, Studierende und Aktivist*innen mit Behinderung getroffen. Außerdem waren wir natürlich auch unterwegs auf einer kleinen Mapping-Tour.

Im September ging es für die Sozialhelden nach Kanada – von Berlin mit Air Canada per Direktflug nach Toronto. Durch eine Kooperation mit der Canadian Abilities Foundation ergab sich die Gelegenheit, dass wir uns vor Ort ein Bild von Barrierefreiheit und Inklusion auf Kanadisch machen konnten. Für die Projekte Wheelmap.org, Travelable.info und Leidmedien.de standen ein paar spannende Termine auf dem Programm.

Der Zeitpunkt unserer Reise war passend gewählt: Vom 23. bis 30. September, im Anschluss an unsere Arbeitswoche, sollten die Invictus Games stattfinden: Ca. 500 Sportler*innen mit Behinderung aus 17 Nationen treten in einem Dutzend Sportarten gegeneinander an. Außerdem traf sich am 23. September eine Gruppe Aktivist*innen in Toronto zum Disability Pride March, um auf die Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen.

Planung eines MapMyDay mit der Canadian Abilities Foundation

Die Canadian Abilities Foundation (CAF) empfing uns als unsere Gastgeberin. In mehreren Gesprächen erarbeiteten wir die ersten Schritte für eine neue MapMyDay-Kampagne. Unter Leitung der CAF sollen im kommenden Frühling überall in Kanada Menschen zum Mapping motiviert werden.

Der Plan ist nun, dass wir dafür die vorhandene MapMyDay-Website und die Materialien anpassen. Gleichzeitig basteln wir noch an einem neuen technischen Tool, um das Mapping bei Gruppen-Events noch einfacher zu machen. Jetzt hoffen wir, dass mit der Finanzierung alles klappt, damit wir den gemeinsamen Plan auch umsetzen können.

Bei einer Vorstellung der Wheelmap trafen wir auf den Aktivisten Luke Anderson, der zum „Board of Directors“ der CAF gehört. Er hat die StopGap Foundation gegründet, die in Toronto selbstgebaute, bunte Rampen verteilt. In der Herangehensweise und den Zielen konnten wir uns mit unseren Projekten zu mobilen Rampen gut in Lukes Perspektive hineinversetzen.

Treffen mit „Inclusive Design“-Studierenden und ESRI

Ein weiterer Besuch führte uns in das Inclusive Design Research Center, wo wir Studierende der Universität trafen. Auch hier wird in den kommenden Monaten viel passieren: In einem studentischen Projekt wird es fortlaufende Mapping-Termine geben, die wir technisch unterstützen werden.

Besonders hat uns gefreut, dass Jonathan van Dusen, ein Mitarbeiter von ESRI, dabei war, um uns die Visualisierungsmöglichkeiten aus dem ArcGIS online Portal zu erklären. Damit wird es zukünftig einfacher werden, die Ergebnisse des Mappings besser nachvollziehen zu können.

Mapping-Tour mit CAF, OSM und Mapillary

Ein Höhepunkt der Woche war dann für das Wheelmap-Team die kleine Mapping-Tour, die uns vom Fashion District in Old Town mit vielen Bars, Cafés, Shops usw. in Richtung Downtown führte. Zusammen mit Aktiven der OpenStreetMap und Madelen von Mapillary gingen wir die Einkaufsstraße entlang, markierten Orte und fügten neue Orte hinzu.

Dabei kamen wir mit vielen Leuten auf der Straße ins Gespräch. Der Wheelmap-Ausschnitt der Queen Street West ist seitdem deutlich bunter geworden.

Insgesamt waren wir sehr begeistert und hoffen, dass wir innerhalb des gewonnenen Netzwerks in Toronto zukünftige Wheelmap-Aktivitäten anfeuern konnten. Wir bedanken uns außerdem bei Air Canada für die Unterstützung und den guten Service vor und während des Flugs!

Fotos: Andi Weiland, Timo Hermann, Jonas Deister / Sozialhelden.de, 2017