Ein halbes Jahr lang haben wir im Projekt Travelable.info Tipps für Ausflüge von Rollstuhlfahrer*innen gesammelt. Ob Hamburg, München, Köln oder Erfurt – unsere Freizeit-Expert*innen wissen, wo es was zu sehen gibt, wenn man mit Rollstuhl unterwegs ist.

Trallala, der Herbst ist da! Schon ist man geneigt, dem Sommer hinterher zu trauern, den wir dieses Jahr nicht hatten. Dabei gibt es keinen Grund, direkt nahtlos in eine Winterdepression zu verfallen. Stadt und Land bieten viel Sehenswertes, mit dem man auch in der kälteren Jahreshälfte aktiv die Freizeit gestalten kann.

Seitdem wir im März auf Autor*innen-Suche für das Reiseportal www.travelable.info gegangen sind – glücklicherweise erfolgreich – sind viele Tipps für Städtetouren mit Rollstuhl zusammen gekommen. Expert*innen vor Ort in allen Teilen Deutschlands haben ihre Ausflugs-Highlights für Travelable.info aufgeschrieben.

Tipps von Rollstuhlfahrer*innen für Rollstuhlfahrer*innen

Eine der neuesten Tagestouren führt durch das thüringische Erfurt. Die Arbeitsgruppe „barrierefreies Erfurt“, zu der auch unser Wheelmap-Botschafter Markus Walloschek (siehe Foto oben) gehört, ist dafür noch einmal losgezogen, um die rollstuhlgerechten Highlights der Stadt zu erkunden und in einem Ausflugsformat für euch zusammenzustellen. Seither wissen wir: Auf dem Fischmarkt in Erfurt gibt es kaum Fisch – dafür aber Neugotik.

Und auch in anderen Teilen Deutschlands sind Leute aus der Community zuerst durch die Straßen und dann über die Tastatur gefegt, um euch ihre Lieblingsplätze vorzustellen. Damit ihr euch beim nächsten Besuch in ihrer Stadt einen schönen Tag machen könnt. Herausgekommen ist ein unterhaltsames Ausflugssammelsurium aus kulinarischen, kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten – von Rollstuhlfahrer*innen für Rollstuhlfahrer*innen.

Auf Entdeckungstour mit Rollstuhl in deutschen Städten

In Hamburg endet die Tour im Freudenhaus, in Bremen hingegen geht man erstmal auf die Wache. Schoko- und Frittenfans sind in Köln gut aufgehoben; hier erlebt ihr mehr Belgien erleben als sonst irgendwo in Deutschland, scheint es. In Fulda könnt ihr einen auf Platzhirsch machen, in der Königsallee in Düsseldorf euer Geld los werden, bevor ihr nach Klein Japan kommt. Nach Besuch des Schneider Bräuhaus in München ist ein Verdauungsspaziergang ratsam, bevor ihr die Kunstschätze weiter bestaunt. Guten Wein findet ihr am Main in Würzburg. Und in Ansbach gibt es eine Skulptur, die am Hinterteil reine Natur hat.

Während der Teamreise nach Toronto ist außerdem ein Tourspecial für die spannende ostkanadische Metropole entstanden, die durch die Graffiti Alley zum CN Tower führt. Anders als beim Fernsehturm in Berlin dürfen Menschen mit Rollstuhl das Wahrzeichen der Stadt nämlich nicht nur von Außen bestaunen (!), sondern können tatsächlich mit dem gläsernen Fahrstuhl nach oben fahren, um die Skyline zu bestaunen.

Stellt eure eigene Tour zusammen

Wenn euch Toronto oder die anderen Städte zu weit weg sind für einen Herbstausflug, dann erkundet doch mal eure eigene Region. Vielleicht entdeckt ihr mit Hilfe der Wheelmap in den Kategorien Freizeit und Tourismus ja noch spannende rollstuhlgerechte Orte, die ihr vorher nicht auf dem Schirm hattet. Viel Spaß!

Foto: Markus Walloschek, 2017

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