Im englischen Bath hat das Projekt „Accessible Bath“ einen tollen Start hingelegt. 23 Freiwillige und der Bürgermeister unterstützten die Mapping-Aktion – und erzielten tolle Ergebnisse an nur einem Nachmittag.

Die Mapper-Community Bath:Hacked hat am 13. Mai den Auftakt des Projekts Accessible Bath mit einer Mapping-Tour mit den Apps von Wheelmap.org gestartet.

Das Ziel der engagierten Veranstalter*innen ist ehrgeizig: Bis Oktober 2017 wollen sie die Informationen zur Rollstuhlgerechtigkeit der Geschäfte, Cafés und allen weiteren öffentlich zugänglichen Orten in der englischen Stadt Bath zu 100 Prozent überprüft und markiert haben.

Die erfahrenen Initiator*innen von Bath:Hacked, die sich sowohl mit der OpenStreetMap als auch mit Programmieren sehr gut auskennen, hatten im Vorfeld eine eigene Kampagnen-Website erstellt. Außerdem produzierten sie ein Video (siehe oben), das sie für die Öffentlichkeitsarbeit einsetzten.

Gute Organisation und Unterstützung vom Bürgermeister

Offenbar erfolgreich, denn die öffentliche Veranstaltung, zu der sich alle Interessierten über das Portal Meet-Up anmelden konnten, zog insgesamt 23 Freiwillige an. Zu der bunt gemischten Gruppe aus jung und alt, mit und ohne Behinderung gesellte sich auch der Bürgermeister hinzu, der die Aktion unterstützte.

Die gut strukturierte Planung und Aufgabenverteilung für die Mapping-Aktion – Einführung, Mappingtour in Gruppen, Nachbearbeitung mit Hilfe der Openstreetmap und Foto-Upload – führte dann innerhalb eines Nachmittags auch zu einem tollen Erfolg. Die Freiwilligen fügten insgesamt 300 neue Markierungen hinzu und erhöhten damit den Anteil der bewerteten Orte in Bath von 33 auf 57 Prozent.

Anschauliche Mapping-Statistik für Bath

Die Ergebnisse sind auf der grafisch sehr anschaulich gestalteten Übersichtsseite für die Öffentlichkeit sichtbar. Besonders interessant in der Darstellungsweise ist dabei, dass man auch sehen kann, wie die einzelnen Ortskategorien abschneiden – d.h. wie zugänglich zum Beispiel die Banken und Postämter im Vergleich zu Cafés und Restaurants sind.

Im Moment wird anhand der bisher markierten Orte deutlich, dass die Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs und Parkplätze sowie die Einrichtungen der Stadtverwaltung am häufigsten voll rollstuhlgerecht sind.

Die Statistik von "Accessible Bath" zum Fortschritt der markierten Orte zeigt, dass von den ingesamt 666 bewerteten Orten 400 Orte als voll rollstuhlgerecht (grün), 128 als teilweise rollstuhlgerecht (gelb) und 138 als nicht rollstuhlgerecht (rot) bewertet wurden.

Video: Leigh Dodds / AccessibleBath.org, 2017
Foto: Screenshot AccessibleBath.org vom 18.5.2017

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